Mitwirkung am Projekt INFOSCHUL II im Schuljahr 2000/01
Im Schuljahr 2001/02 arbeitete die ERS
1 zum ersten Mal bei INFOSCHUL
II mit!
Das beschriebene Projekt ist nicht nur
schul- sondern auch länderübergreifend organisiert.
Sehr viele Schulen (über 300) nehmen bundesweit seit einem längeren
Zeitraum daran teil. Die ERS1 ist allerdings die einzige Frankfurter
Schule, die über das Studienseminar III (Vordertaunus) mit beteiligt
ist - im Schuljahr 2000/01 das erste Mal.
Wir bewarben uns um die Teilnahme an
diesem Projekt mit vier Zielrichtungen:
- attraktivere Nutzung und Verwaltung der Präsenzbibliothek,
- Ausbau des schulinternen Wissenszentrums,
- stärkere Einbindung der Referendarinnen und
Referendare im Bereich der neuen Medien,
- Ausbau des Berufsinformationswesens an unserer
Schule.
Alle im Projekt beteiligten Schulen kooperieren sehr
stark miteinander. Die Verbundschulen nutzen gemeinsame Ressourcen (auch
z.B. finanzieller Art) um sonst zu kostspielige oder aufwändige Maßnahmen
durchzuführen oder bieten gegenseitig Schulungen sowie Workshops an.
Herausragend sei hier das "Mieten" eines Datenbankzugangs (GBI)
genannte, der online-Recherchen in vielen kostenpflichtigen Medienarchiven
ermöglicht. Anstelle einer sehr teuren Einzelabrechnung wurde den
Verbundschulen ein rabattierter "Bildungszugang" ermöglicht.,
der allerdings eine - ebenfalls kostenpflichtige - Schulung voraussetzte.
Ohne das Projekt wäre uns dieser - besonders im
gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld hochgeschätzte -
Datenbankzugang nie möglich gewesen!
Verlauf der Arbeit im Projekt
Hier einige kurze Beschreibungen der verschiedenen "Entwicklungsstufen":
- Nach Teilnahme am "Kick-Off-Meeting"
haben wir zunächst durch wiederholte Vorstellungen des
InfoSCHUL-Projekts in der Gesamtkonferenz versucht, das Kollegium zu
motivieren, sich verstärkt mit den Fragen der Fortbildung und der
Beschaffung von Schul-Software auseinander zu setzen. Unser besonderes
Augenmerk galt den Referendarinnen und Referendaren, die mehrfach direkt
angesprochen wurden.
- Nachgefragt wurden im Bereich der Fortbildung
eine allgemeine HTML-Einführung, eine Einführung in Littera
(Bibliotheksverwaltung) und die GBI-Schulung - im Bereich von Software;
Anschaffungswünsche nach fachspezifischer Software zunächst für
die Fächer Musik, Physik, Erkunde, später auch für Sport
und Chemie.
- Etwa um die Herbstferien herum bestellten wir
Hardware: ein Bibliotheksrechner mit Scanner und einer
Software-Grundausstattung; ein Server für das schulische Intranet.
Etwa zum Jahreswechsel wird der neue Lehrerarbeitsplatz in Betrieb
genommen und der GBI-Zugang eingerichtet. Durch unseren Hauptsponsor
(die KfW) werden Laserdrucker für diesen Arbeitsplatz sowie den
Fremdsprachenraum bereit gestellt.
- Der Ausbau des schulischen Intranets ist
vorangekommen, insofern das Angebot an Software, auf das zugegriffen
werden kann, vergrößert werden konnte (u.a. Geschichts-CD´s,
neue Encarta-Weltatlas und -Enzyklopädie-Versionen u.a.) und
kontinuierlich weiter vergrößert wird. Nach Einrichtung des
neuen, aus Projektmitteln beschafften Web-Servers auf Linux-Basis konnte
die Funktionsfähigkeit des Intranet stabilisiert (hausinterner
Webserver) und um die Funktion eines FTP-Servers erweitert werden. Ein
Problem besteht gegenwärtig darin, dass der Zugang für Schülerinnen
und Schüler aufgrund der nur teilweise funktionsfähigen
Computer in den Klassenräumen nicht so frei verfügbar ist, wie
es eigentlich angestrebt wurde. Probleme gibt es in einigen Fällen
auch mit Software, die nicht bzw. nur unter eingeschränkten
Bedingungen netzwerkfähig ist.
- Die elektronische Erfassung der Bestandsdaten der
Bibliothek konnte noch nicht begonnen werden, jedoch sind inzwischen
alle Voraussetzungen dafür gegeben, dass die nächste Lieferung
neuer Bücher erstmals elektronisch erfasst werden kann. Das
Bibliotheks-Verwaltungsprogramm "Littera für Windows"
steht zur Verfügung und auch ein Barcode-Scanner ist bereits
vorhanden. Die in Angriff genommne Bestandsbereinigung und Zuordnung zu
Halbjahresthemen der einzelnen Unterrichtsfächer konnte in
wesentlichen Teilen abgeschlossen werden.
- Den an der Schüle tätigen
Referendarinnen und Referendaren wurde mehrfach angeboten,
Unterrichtssoftware zu erproben und anzuschaffen. Konkret wurde von
Referendarinnen und Referendaren gearbeitet mit "Derive"
(Mathematik) sowie div. Software in den Fächern Biologie und
Deutsch.
- Fortbildung im Verbund: Es haben insgesamt 10
Kolleginnen und Kollegen sowie drei Schüler an verbundinternen
Fortbildungen teilgenommen: HTML-Lehrgang / GBI / Dreamweaver /
Linux-Administration.
- Information der Schulöffentlichkeit über
Arbeit und erste Ergebnisse erfolgten durch:
- Eine Infosäule vor dem Eingang zum
Lehrerzimmer,
- schriftliche und mündliche Berichte an
das Kollegium, den Elternbeirat und die Schulkonferenz,
- mündliche Informationen des Kollegiums
in allen Gesamtkonferenzen sowie diversen Fachkonferenzen,einige
Dokumentationen im neu gestalteten Internetauftritt der ERS 1.
- Fortbildung in der Schule: Den Kolleginnen und
Kollegen aller Fächer wurde angeboten, fachspezifische Software zu
erproben. Aus Projektmitteln wurde Software für folgende Fächer
angeschafft: Physik, Chemie, Musik, Deutsch, Biologie, Sport, Erdkunde,
Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch. Erfahrungsberichte
sollen bis Ende dieses Schuljahres vorgelegt werden.
Aufgrund eines Krankheitsfalles konnte der Bereich
der Berufsorientierung nicht so angegangen werden wie geplant. Mit unserer
Bewerbung zu einer zweiten Teilnahmerunde wollen wir unter anderem in
diesem Bereich verstärkt tätig werden.
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