Johannes Gutenberg, der Erfinder der Buchdruckkunst, wurde um 1397 in Mainz geboren und ist 1448 gestorben. Von Mainz, der Stadt seiner Geburt und seiner Jugend, wandte sich Gutenberg nach Straßburg, nachdem der Streit zwischen Zünften und Patriziern das Leben in Mainz unerträglich gemacht hatte. Straßburg war mit Mainz durch den Rhein verbunden, beide Städte waren mit einer Mauer umgeben und die engen, winkligen Straßen glichen einander so sehr, daß der Mainzer sich bald in Straßburg zu Hause fühlen konnte. Gutenberg hat sich auch in Straßburg als Mainzer gefühlt. Er strebte nicht danach, das Straßburger Bürgerrecht zu erwerben. Da damals jeder Bewohner der Stadt einer Vereinigung angehörte, wurde Gutenberg als Patrizier unter die Konstabler aufgenommen, die in Straßburg (Constofler) genannt wurden. Da er aber nicht Bürger der Stadt war, ist er als Halbmitglied eingetragen. Die Zugehörigkeit verpflichtete ihn im Kriegsfalle. Gutenberg wohnte in der Stadt St.Arbogast, sein Haushalt wurde von Diener Lorenz Bleideck und seiner Frau geführt, er lebte in Luxus. Er war einer der wohlhabenden Männer in der Stadt. Aber für seine Versuche war Gutenberg gezwungen große Summen zu zahlen und weil er nicht zahlen konnte, wurde er vorübergehend verhaftet. Gutenberg hatte von klein auf Interesse am Goldschmieden und an Werkstätten. Heimlich nahm er Unterricht in mehreren handwerklichen Künsten. Er ahnte dunkel, dass es den Menschen vorbehalten war, durch genaueste Kenntnisse der Natur die Natur zu meistern. So lernte er die Kunst des Edelsteinschleifens von Andreas Dritzehn.
(87 KB: Ladezeit beachten!!)